Reus, Elsa

ESR5 Elsa Reus

Researcher
University of Münster
Als Kniegelenksarthrose bezeichnet man den Zustand im Knie, in dem der Knorpel zwischen den Knochen abnimmt und der Schutzraum zwischen den Knochen verringert wird. Wenn dies geschieht, reiben die Knochen des Kniegelenks stärker gegeneinander und verursachen Schmerzen, Instabilität und eine Einschränkung der Bewegung im Kniegelenk.

Das wesentliche Ziel bei der Behandlung von Kniegelenksarthrose ist die Verringerung der Schmerzen und die Verbesserung der Beweglichkeit im Knie der betroffenen Patienten. Frühere Studien haben gezeigt, dass eine Verbesserung dieser beiden Symptome durch die Verringerung der Kniebelastung herbeigeführt werden kann. Wir möchten nun herausfinden welche Art der Entlastung langfristig am besten geeignet ist. Dafür werden wir in unserer Studie verschiedene orthopädische Maßnahmen vergleichen, welche die von der Arthrose betroffen Seite des Knies entlasten sollen. Im Labor werden drei Ganganalysen mit unterschiedlichen Orthesen durchgeführt: bei der ersten Analyse trägt der Patient Schuhe mit Keilabsätzen, bei der zweiten dann eine Knieschiene und anschließend eine Knöchel-Fuß-Orthese. Beim ersten Besuch untersuchen wir die biomechanischen Kräfte und kurzfristigen Effekte die durch die verschiedenen Orthesen auf das betroffene Kniegelenk wirken. Nach der ersten Ganganalyse werden die Patienten gebeten die Knöchel-Fuß-Orthese für 6 Wochen zu tragen. Danach werden sie gebeten, wieder in das Ganglabor zurückzukehren und die Messungen zu wiederholen. Diese Messungen sollen die mittelfristigen Auswirkungen der Orthese bestimmen. Wir werden die Auswirkungen und die biomechanischen Effekte zwischen den Messungen der ersten und der sechsten Woche vergleichen. Dies soll wichtige Informationen über die unmittelbaren und langfristigen biomechanischen Effekte der verschiedenen Behandlungen und die Erfahrungen und Zufriedenheit der Patienten mit den Orthesen liefern.